Minimalinvasive Operationstechniken

Einen weiteren Behandlungsschwerpunkt setzen wir in minimalinvasive Operationstechniken:

  • Operative Weisheitszahnentfernung: Dabei gehört eine ausführliche Beratung und Aufklärung
    im Vorfeld genauso dazu, wie die Betreuung danach.
  • Wurzelspitzenresektion: Oft die letzte Chance, einen erkrankten wurzelbehandelten Zahn zu retten.
    Durch diese anspruchsvolle Maßnahme gelingt es in vielen Fällen, den Zahn vor dem "Ziehen" zu bewahren.

Weisheitszahnentfernung

Wann sollte ein Weisheitszahn entfernt werden?
Bei vielen Patienten ist die Größe des Kiefers nicht gross genug für den Platz von in der Regel vier Weisheitszähnen. Bei Platzmangel im Kiefer und/oder falscher Achsenrichtung (Verlagerung) des Zahnkeimes ist der Durchbruch der Weisheitszähne in der Mundhöhle häufig gestört: Sie bleiben vollständig oder teilweise im Kieferknochen „stecken“, ohne die Kauebene zu erreichen. Je nachdem, ob dabei die Schnleimhaut durchbrochen wird oder nicht, spricht man von einem (teil)retinierten oder impaktierten Weisheitszahn.

Operation
Durch den Einsatz des DVT /3D-Röntgen kann die Operation auch in schwierigen Fällen optimal geplant und Risiken minimiert werden. Die Lupenbrille bzw. das Dentalmikroskop ermöglichen ein minimalinvasives und exaktes Vorgehen. Im Vorfeld erfolgt eine gründliche Untersuchung. Die mit unserem digitalen Röntgengerät angefertigte Übersichts-Schichtaufnahme zeigt die Anordnung der Weisheitszähne mit ihrer Wurzelform, ihre Position im Kieferknochen und ihre Nähe zu bestimmten anatomischen Strukturen (Nerv, Kieferhöhle). Die Ergebnisse der Untersuchung werden mit Ihnen vor dem Eingriff besprochen.

Zur Entferung des unter des Zahnfleisches gelegenen Weisheitszahnes wird zunächst die darüber befindliche Schleimhaut abgelöst und der Zahn freigelegt. Bedeckender Knochen wird vorsichtigt abgetragen. Anschliessend wird der Zahn entweder als Ganzes oder stückweise entfernt und die Wundhöhle mit Nähten/Drainage verschlossen. Je nach Schwierigkeitsgrad und Anzahl der zu entfernenden Zähne dauert der Eingriff 15 - 45 Minuten.

Die Praxis kann nach der Weisheitszahnentferung sofort wieder verlassen werden. Ausreichend Kühlung, Mundspüllösung und Schnerzmittel helfen Ihnen die Zeit nach der Zahnentfernung so schmerzfrei wie möglich zu überstehen.

Wurzelspitzenresektion

Dank moderner Endodontie kommt heute die chirurgische Wurzelspitzenresektion immer seltener zum Einsatz. Wenn sie dennoch unumgänglich ist, stellt sie oftmals die letzte Möglichkeit dar, einen Zahn zu erhalten.

Bei diesem Eingriff wird über einen seitlichen Zahnfleischrandschnitt ein Zugang zum Knochen über die erkrankte Wurzelspitze erlangt. So ist es möglich, die darunter liegende Knochenregion zu beurteilen und die erkrankte Wurzelspitze samt Entzündungsgewebe zu entfernen. Danach erfolgt die Untersuchung der Wurzeloberfläche unter optisch hoher Vergrößerung, und es werden die Wurzelkanäle mit Ihren Ausläufern dargestellt und mit sehr kleinen Ultraschallinstrumenten von unten aufbereitet. Das Ende des Wurzelkanals wird mit einer kleinen Füllung verschlossen. Um eine optimale Wundheilung zu erreichen, wird das Zahnfleisch anschließend mit mikrochirurgischen Nähten verschlossen. Nach einer Woche erfolgt die Entferung der Nähte.